Eine Antiläuferin startet

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Unzählige Läufe in der Umgebung, beseelte Gesichtern der teils befreundeten Teilnehmer auf FB & Co…. Alle so happy, alle gehen an ihre Grenzen! Alle schaffen es und ich nicht! Das gibt’s ja echt nicht. Ich muss! Ich will! Ich kann! Ich hab saucoole Neonlaufschuhe, die werd ich jetzt endlich mal zweckmäßig rocken! Hurra!

Aber bei mir leider – die Sache mit der gähnenden Langeweile. Für mich gibt es nichts Faderes als dieses öde Herumgetrapse! Wie ein gequältes Tier setze ich genervt Schritt vor Schritt und hoffe nur, dass dieser Wahnsinn nun hoffentlich bald endlich ein Ende hat. So langweilig!! Unpackbar! Wieso hab ich mir das angetan?

Also Alternative: Ein Crossrun muss her!!! Tatarataaa! Das klingt genau nach mir!! Hindernisse bezwingen, den Schlamm durchwühlen, Container mit Autoreifen, rauf, runter, Dreck bis zum Hals – das ist es!!! Näher würde ich einem normalen Lauf nie kommen, die 5 km werden einfach nebenher abgespult.

Dann, das schlechte Gewissen… Mist, bist eh brav im Fitnesscenter – HIIT, Kinesis-Zirkel, blabla – aaaaber ohne Lauftraining wird’s wohl eher übel ausgehen. Also, raus auf die Gasse, rauf aufs Laufband, bezwinge die ungeliebte Sportart! Mega-Laufschuh an und geht schon, gemma, Vollgas.

Ein Monat Zeit, wird wohl zu schaffen sein! Hmmm…

Der erste Laufversuch war… sagen wir mal… durchwachsen. Die Wettergötter haben es besonders gut mit mir gemeint und mich dankenswerter Weise ins Un(wetter)glück rennen lassen… Augen zu und durch, irgendwann wird es besser… hoffentlich!

Vielleicht!? Oder auch nicht?! Irgendwann können auch meine allerschönsten Neonschuh die Tatsache nicht mehr verbergen, dass sie völlig unter Wasser stehen. Um genau zu sein, nach etwa 500 Metern musste ich LEIDER den Rückweg wieder antreten. Weil, ehrlich? Weil unangenehm! Wieder was dazu gelernt: Ich brauch anderes Schuhwerk für die Gatschläufe – was natürlich ein wahnsinniges Pech ist für eine Frau wie mich, die kaum Sportschuhe daheim herumstehen hat 😉

Folgende Erkenntnisse der ersten Antiläufer-Laufversuche:

Variante 1 (auf der Gasse): Ohne Musik geht nix – nur Lieblingsplatten im Ohr. Naja Steven Tyler, Cro, Wanda und so helfen zwar, aber echte Freude kommt keine auf.

Variante 2 (am Laufband): Besser als auf der Gasse, aber auch nur mit Lieblingsmusik möglich.

Variante 3 (am Laufband): Großartig – Kochshows!!! Die Zeit vergeht einfach viel schneller, wenn man sich während des Laufs überlegt, was man danach essen könnte, aber selbstverständlich viel zu faul ist, zu kochen.

Die allerwichtigste Hilfe: Menschen, die den Weg zum Lauf mitrennen <3 Danke für die unendliche Geduld!! Danke fürs Motivieren, danke fürs Handerlhalten beim Anmelden, danke fürs Ertragen meiner Verwirrtheit! Bussi Baby 😉

Die Wochen ziehen ins Land, die Vorfreude steigt, eine Steigerung ist zu bemerken. Immer wieder werden die 5 km bestritten. Natürlich keinen Meter mehr als das – auf den Keks geht mir die Lauferei immer noch. Da hilft auch kein kochender Freddie Mercury oder Falco. Dennoch – mir Antiläuferin kommt in den Sinn, vielleicht doch schon eine Woche früher den ersten Lauf meines Lebens zu machen. Trommtelwirbel!! Hier kommt er – der Xcrossrun Lake! Ein Hindernisslauf ganz nach meinem Geschmack,  direkt AM und vor allem teilweise IM Neusiedler See. Meine Girls und ich lieben den See – das kann (hoffentlich) nur gut ausgehen!

Fortsetzung folgt…