Leopoldi – Betrachtungen im Lebenszyklus

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In meiner Aufzählung betreffend die Vorzüge des Herbstes habe ich offensichtlich ein riesengroßes Highlight übersehen… Leopoldi!!!

Wie konnte ich nur? Wie mein mittleres Mädchen sagen würde: OMG (gesprochen OOOO EMMM TSCHIIII)!! Das alljährlich am 15.11. stattfindende, das einzigartige, das allerwichtigste Fest Niederösterreichs (insbesondere Klosterneuburgs)! Der Feiertag zu Ehren des Schutzpatrons von Wien und Niederösterreich. Es ist  – no na – der Heilige Leopold!! Und ich habe ihn vergessen! Schande über mein Haupt! Wirklich!! Offensichtlich liegt es am Alter!

Und damit meine ich jetzt nicht, dass ich mit meinen 35 Jahren bereits an Demenz leide. Ein Schuft, der jenes von mir denkt! Ich glaube nämlich tatsächlich, dass es mit der Prioritätenverschiebung des Alters zu tun hat.

Die kleinen Mäuse natürlich, denen hätte das nicht passieren können. Das ganze Jahr genauestens getaktet. Weihnachten, Ostern, Geburtstag, große Ferien, Halloween, LEOPOLDI, Nikolo/Krampus, wieder Weihnachten. Von Highlight zu Highlight genaue Kalkulation.

Und am 15. November dann… Juhuuu! Endlich Leopoldi, endlich EINMAL was los bei uns (Augenrollen meinerseits – da könnt ich mir ja eigentlich das alltägliche Halligalli sparen)! Aber gut, ja stimmt eh. Riesiger Rummel am Klosterneuburger Rathausplatz: Ringelspiele bis zum Abwinken, Fressstände, und natürlich das berühmte Fasslrutschen nicht zu vergessen.

Für alle die, die Sache mit dem Fassl nicht kennen. Im Binderstadl beim Stift Klosterneuburg wird traditionell über ein riesiges, rund 300 Jahre altes 1000-Eimer-Weinfass gerutscht. Etwa 12000 Menschen frönen diesem Event Jahr für Jahr – hab ich zumindest gehört. Wenn auch ihr im nächsten Jahr mit von der Rutschpartie seid… bitte während des rasanten Hinabgleitens nicht auf den Wunsch vergessen, der dann laut alter Sage auch in Erfüllung gehen soll! Ihr müsst aber recht schnell mit dem Wünschen sein, denn die Rutschpartie dauert nicht allzu lange 😉 Das mit der Erfüllung kann natürlich auch nur die Zahnfee beschwören :))

Zurück zum Rummel. Großes Remmidemmi halt. Mega aufregend für die Kids, ultracool für die Teenies, voll nett für die Oldies, die sich dann in altbewährter Manier Jahr für Jahr an denselben guten, alten Plätzen treffen.

So weit so klar. ABER – offensichtlich war ich heuer nicht einmal mehr ein Oldie! Ich hab es tatsächlich geschafft nur EINMAL am Markt gewesen zu sein, megabrave Mama direkt am Feiertag des Heiligen Leopolds mit den Girlies. Es war herrlich! Zwei Stunden feinstes Halligalli – und das war’s. Ich hätte alle Freiheit der Welt gehabt, noch mindestens dreimal hinzugehen.

Letztes Jahr noch Vollgas im Sombrero mitgefahren (und zu den dort gespielten Hits wie „Heid is so a schener Dog, tralalalalaaa“ mitgegrölt), Weinverkostung, Basketballheuriger mit Konzerten… volles Programm. Und heuer? Wie konnte das geschehen? Liegt es tatsächlich am Alter? War es zu kalt? Kann es sein, dass die Sternenkonstellation dieses Jahr ganz schrecklich missgünstig für den Heiligen Leopold im vierten Haus gestanden hat? Möglicherweise hat es auch damit zu tun, dass ich leider am Samstagabend vom Fernsehprogramm abgelenkt wurde. Und einem Peter Alexander als Charleys Tante gibt es definitiv kein Entkommen 😉

Zwei Sachen sind jedenfalls fix: Nummer 1: Der Leopoldimarkt ist alle Jahre wieder ein Highlight und unbedingt zu besuchen. Nächstes Jahr stehen die Sterne bestimmt günstiger 🙂 und Nummer 2: Ich bin nicht zu alt – niemals – niemals!! (Hahaha)

Bussi Bussi S

Ps: Für den kleinen Ohrwurm zwischendurch :)))

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