Das große Grüne

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5. Jänner 2018. Die Weihnachts- und Silvesterfeieren und -fressereien sind endlich vorüber. Jetzt, da wir wieder so langsam in den normalen Rhythmus des kulinarischen Rahmens fallen, können wir uns wohl auch rein emotional mit dem Gedanken anfreunden, dass Weihnachten 2017 endgültig vorbei ist.

Das „große Grüne“ – wie bei uns das gängige Codewort lautet – muss gehen. Ja, der Baum war großartig. Er hat die Kinderaugen zum Leuchten gebracht. Er war wunderschön dekoriert. Er hat festliche Stimmung herbeigezaubert. Aber, nun müssen sich unsere Wege auch wieder trennen.

Nicht, dass ich besonders herzlos erscheinen möchte. Der Baum ist eigentlich ja noch recht schön. Nadelt nicht wirklich traurig vor sich hin. Aber ehrlich, es muss ja auch nicht sein, dass ich die pieksigen Dinger dann bis in den nächsten Sommer immer noch finde.

Das Schicksal meinte es diesbezüglich einst recht gut mit mir. Ausgerechnet am Tag der Heiligen drei Könige – also morgen – kam mein drittes Töchterchen zur Welt. Heilige vierte Prinzessin quasi. Wobei – reinrassige Oberprinzessinnen findet man bei uns daheim nicht wirklich. Nur Piressinnen – wie ich immer sage. Eine Mischung aus Piratinnen und Prinzessinnen. Und darauf bin ich eigentlich recht stolz.

Zurück zur vierten Dreikönigspiressin. Also, Geburtstag am 6. Jänner. Und ich kann nicht verleugnen, dass ich über diesen Termin baumtechnisch nicht unfroh bin. Denn, wer feiern will, braucht wohl oder übel auch ein bissel ausgedehnteren Platz. Und wer den Raum vor lauter Bäumen nicht sieht, kann auch nicht ´gscheit feiern. Also… weg mit dem Grünen!

Ich weiß natürlich nicht, wie ihr das daheim macht. Schön gesittet vermutlich: den Baum zersägen, zusammenlegen, die Treppen ordentlich runter, ab zum nächsten Christbaumsammelplatz – oder halt fürs Osterfeuer irgendwo im Garten deponieren.

Bei uns daheim? Ja wirklich nicht! Gesittet? Ordentlich? Strukturiert vielleicht gar? Das geht doch nicht! Viel zu langweilig! Abgesehen davon, hab ich überhaupt keine Lust darauf, die Nadeln im ganzen Stiegenhaus zu entfernen.

Wir…und das wird Jahr für Jahr aufs Höchste genossen… Wir werfen unsern Baum einfach aus dem Fenster! Ich liebe es!!! Die Kinder lieben es!!! Alle lieben es!!! Ich mein, natürlich könnt ihr jetzt nicht alle einfach eure Bäume a la Knut aus dem Fenster hauen – das ist mir schon klar. Die äußeren Gegebenheiten müssen schon passen. Bei uns Glückspilzen ist das jedenfalls so. BAUUUUUUUM FÄÄÄÄÄLLT!!!

 

Bussi und Baba!

 

PS: Mir ist schon klar, das kommt natürlich jetzt alles vielleicht ein wenig roh rüber. Die armen Kinder, diese Mutter wirft einfach den schönen Christbaum aus dem Fenster. Nein, natürlich nicht einfach so! Damit der Abschied vom Grünen nicht allzu brutal bei den lieben Kleinen rüberkommt, gibt es natürlich auch noch eine Feen-Drachen-Piressinnen-Geschichte darüber, was mit dem geliebten Christbaum passiert… Der wird nämlich alle Jahre von den Engerln eingesammelt, im Christbaumhimmel wieder eingepflanzt und nächstes Jahr – wenn alle gaaaaanz brav waren – wieder vom Christkind gebracht 😉

 

 

Bussi Bussi, S

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