Sommerferien – das große Planungsdebakel

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Jahresbeginn. Die ersten Frühbucher-Urlaubsprospekte rauschen ein. Jööö, wie fein. Zumindest gedanklich dem Winter entfliehen. Immerhin herrscht ja draußen diese widerliche Eiseskälte. Aber dann… Eiskalt rinnt es auf einmal auch mir den Rücken hinunter… Ferien! Oh mein Gott! Karenz, over and out. Ich bin ja wieder eine working mum! Ich muss seit heuer wieder die großen Schulferien checken. Hilfe!!!  9 Wochen! In Worten: neun!!! Das sind wirklich viele, viele Tage, in denen meine Kinder untertags nicht durchs Schulhaus wieseln. Wie bitte schön, soll ich das managen? Das ultimative Planungsdebakel!

Nicht falsch verstehen. Ich vergönne den Hasen die große Pause von Herzen! Es war ja auch für mich immer das Allerschönste, am letzten Schultag aus dem großen Bildungsgebäude rauszustürmen. Mit der riesengroßen Portion Freiheit im Herzen. Und was für eine Freude! Freude, über die bevorstehende Zeit des ultimativen Müßiggangs. Die Freude, über die nicht enden wollenden Schwimmbadbesuche, literweise Schokoladeeis, Reisen zu Seen und Meeren, Ausflüge ohne Ende. Während die Schultasche völlig vereinsamt in der Ecke verstaubt.

 

 

 

Letztes Jahr noch war das alles kein Problem für mich. Ich war daheim in Karenz und die vielen Ferienwochen konnten mir völlig egal sein. Gemeinsam mit den Hasen einfach treiben lassen, durch den ganzen Sommer. Keine Sorgen bezüglich der Bespaßung! Herrlich!

Just feel alright…

Und jetzt? Das große Schulferien-Management in vollstem Gange! Mit Kaffee gerüstet. Drei Kalender am Tisch, die Urlaubslisten am PC, diverse Ferienbetreuungsmöglichkeiten für die lieben Kleinen durchgeschaut. Die ersten zwei Wochen, Sportcamp an unserer Schule. Super! Große Freude! Zwei Wochen auspowern!! Dann gibt es da noch eine Woche Kreativcamp in der Gegend – auch toll! Aber das restliche Angebot in unserem Umfeld ist – naja, sagen wir mal bescheiden… Ja, klar. Es gibt sie schon, die Übersupersommersportwochen da und dort. Aber, die kosten dann auch übersupersommersportwochenentsprechend. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin einerseits froh, dass ihr meinen diesbezüglichen Ausbruch letzte Woche nicht live mitbekommen habt. Andererseits möchte ich mich hiermit auch ganz offiziell bei meinen lieben Kollegen entschuldigen, die mich als herumhüpfendes Rumpelstilzchen erleben durften. Laut fluchend über diverse Frechheiten, die in Sachen Kinderbespaßung so angeboten wurden.

Ich mein, jetzt ehrlich. Wie bitte schön, soll das eigentlich allein zu schaffen sein? Nun bin ich ja in der glücklichen Lage, eine liebevolle Familie um mich zu haben, die mich diesbezüglich sehr unterstützt. Die Kinder dürfen zusätzlich zum Papi-Urlaub auch mit Omi und Opi wegfahren. Ich nehme mir auch noch frei und vielleicht dürfen sie den ein oder anderen Tag zu Freunden oder Verwandten. So weit so gut – zumindest bei uns. Wenn ich aber darüber nachdenke, dass andere Familien vielleicht verwandtschaftlich nicht so gut aufgestellt sind, wird mir anders. Die Sommerferienbetreuung kostet nämlich mitunter wirklich ein kleines Vermögen.

Ich jedenfalls muss mir jetzt nur noch über zwei Wochen diesen Sommer betreuungstechnisch Gedanken machen. Es wird bestimmt eine Lösung geben. Ansonsten freut sich mein Arbeitgeber bestimmt über drei kleine Ferialpraktikantinnen 😉

An euch liebe Eltern da draußen, die ihr den Sommer noch nicht durchgeplant habt: Fühlt euch besänftigt, ihr seid nicht allein mit diesem Urlaubsdebakel! Geteiltes Leid, ist halbes Leid! Ihr schafft das!!!

 

Bussi Bussi S

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