Logbucheintrag einer packenden Mutter

Kategorien Allgemein, sonnirennt durchs leben0 Kommentare

Wir befinden uns inmitten der Wiener Semesterferien. Ich bin euch diesbezüglich noch eine kleine Anekdote von letztem Wochenende schuldig. Ich sage nur so viel: Mama von drei Kindern, leicht chaotisch, packt für eine Woche Skiurlaub, natürlich zeitgerecht… Das kann nur spannend werden 😉

 

Freitags 5.38 – mein Wecker läutet. Daraus ergeben sich natürlich diverse Fragen.

1. Wieso zum Teufel ausgerechnet zu dieser Zeit? 5.38 – Naja. Genau weiß ich es nicht. Aber nachdem ich erst um 0.38 ins Bett gefallen bin, liegt es womöglich daran, dass ich relativ wahllos die Weckfunktion meines Telefons aktiviert habe.

2. Warum will jemand überhaupt zu so nachtschlafender Zeit freiwillig geweckt werden? Nun ja, es ist so: Wenn man eine Woche auf Skiurlaub fährt und drei kleine Hasen im Gepäck hat, könnte es unter Umständen sein, dass man das ein oder andere mitzunehmen hat.

Daraus ergibt sich natürlich gleich die nächste Frage: Nämlich…

3. Warum zum Teufel packst du deine Koffer nicht etwas früher als zwei Stunden vor Abfahrt? Ja, könnte ich. Nehm ich mir auch immer wieder vor. Aber… es passiert einfach nicht. Gepackt wird direkt vor der Abreise! Immer! Nennt es mutig, nennt es bekloppt. Es ist halt so. Ich fühle mich wahnsinnig verwegen dadurch 🙂 Nein, natürlich nicht. Aber es liegt offenbar in meiner Natur, alles immer im letzten Moment zu machen, ihr wisst schon. Gott sei Dank geh ich damit zumindest im Fall der Reisevorbereitungen außer mir selbst kaum jemandem auf den Keks damit. Und das Risiko, die Hälfte der Sachen vergessen zu haben, trage ich gerne.

Also nochmal … 5.38. So weit, so gut! Erst – wie könne es anders sein – Kaffee! Viel Kaffee!!

 

5.45 – mal gedanklich durchsortieren. Was brauchen wir? Gewand, Skizeug, Waschzeug, Ski, Board,…

Pässe!!! Die Pässe bloß nicht vergessen!!

Die Zeit bis zur Abfahrt voll durchgetaktet. Um 9 Uhr Dienstbeginn in der Firma, vorher noch in die Eishalle, ausgeliehene Sachen zurückzugeben. Direkt nach dem Dienst Kinder einfangen und los geht´s. Wenn ich um 8 Uhr von daheim wegfahr, geht sich alles aus! Also: Noch 2h 15 min Zeit! Und jetzt?

 

 

Vollgas!!!! Koffer raus, Gewand aus den Kästen gefetzt. Zielschießen Richtung Taschen!

Duschen. Kurz mal sich selbst auf die Schulter klopfen – mein Gott, Sonni! Hammer! Du bist super in der Zeit!!

7.30 – die Kinder zwischen in die Schule. Jetzt nur noch Skizeug aus dem Keller holen und alles in alter Tetrismanier im Auto verstauen. Hopp Hopp! Sonni! Weiter so!!!!

8.00 – Auto fertig gepackt. Sogar geschafft, das Snowboard auf’s Dach zu schnallen. Los geht die Fahrt zur Eishalle! Ich bin eine Heldin! Unglaublicherweise einen Parkplatz direkt vor der Halle bekommen. Wahnsinn! Ausgeborgtes Hockeyzeug schnell raus aus dem Auto. Wo ist schnell das Leih-Ticket?

 

Ääääh? Wo ist eigentlich das Ticket?? … Ah, ich weiß schon! In meinem Geldbörsel!

Ääääh? Wo ist eigentlich mein Geldbörsel?? … Ah, ich weiß schon! In meiner Handtasche!

Äääääh? Wo zum Henker ist eigentlich meine Handtasche??????

Shit!! Ich weiß zwar in etwa warum, aber musste das jetzt wirklich sein? Handtasche nicht da!!! Das gibt’s ja nicht. Hab ich etwa wirklich? Kann es das geben?

 

Schnell die liebe Nachbarin angerufen… Du, kannst du bitte mal vor die Haustüre schauen, ob da möglicherweise unter Umständen eventuell meine Handtasche steht? – Ja klar, wart kurz. Ist es zufällig so eine große mit Laptop, Geldbörsel, Pässen und diversem anderen Zeug drin? – Jaaaaaa! Bingo! Genau jene!

Mal kurz aufs Hirn gehaut! Zu blöd das alles. Wieso war das bitte nötig? Alles, wirklich alles gecheckt, Wahnsinns-Zeitplan ausgeheckt und auch erfüllt und dann an so einem Unfug scheitern? Nein wirklich nicht.

Die süße Nachbarin und ich haben dann eine Taschenübergabe direkt vor ihrer Arbeitsstätte vorgenommen, die zufällig auf meinem Weg Richtung Firma lag.

 

 

Und – man glaubt es kaum – tatsächlich bin ich um Punkt 9 Uhr am Arbeitsplatz eingerauscht. Allerdings mit leicht erhöhtem Adrenalinspiegel! Dennoch: Ende gut, alles gut! Und vielleicht, aber nur gaaaanz vielleicht pack ich meine Sachen das nächste Mal doch etwas eher. Wobei? Eigentlich ist sich ja eh alles gut ausgegangen, oder? 😉

Bussi Bussi S

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.