VCM-Training Logbucheintrag I

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Der Vienna City Marathon. Wie ihr vielleicht wisst, habe ich ja die Ehre mit einigen Damen und Herren der Krone Tierecke, Purina und Haber & Hold im Auftrag des Tierschutzes zu laufen. Gestern habe ich endgültig all meine ob des bevorstehenden Laufs strapazierten Nerven über Bord geworfen und bin hinaus in die freie Natur, um mein erstes Training zu absolvieren. Also rein in die Laufböcke, Stöpsel in die Ohren, Musik laut auf und los geht’s Richtung Donau. Natürlich nicht, ohne die Laufapp anzuwerfen – immerhin muss man ja genau wissen, wie weit man ist, wie lange noch und so weiter.

Was soll ich sagen… Kilometer 1 und 2 – schier unendliche Weiten. Ab Kilometer 3 dann ab in die Wälder. Ende noch immer nicht in Sicht. Frustriertes Dahingetrapse. Da muss doch bitte was weiter gehen. Sehnsüchtiges Warten auf ein Zeichen der App, dass man doch eh am Kilometer-Abspulen ist… Nichts.

Irgendwann war es mir dann doch zu blöd, und ich hab auf die Anzeige geschaut. Und siehe da… das garstige Ding hatte einfach bloß den Sprachcoach deaktiviert und ich war bereits auf der Hälfte meiner Gesamtstrecke. Freude!!! Und gleichzeitig innerliches Augenrollen – blödes Gerät, mich so zu pflanzen!

Kurz danach… die herrliche Entlohnung für meine Mühen: Endlich beim großen Fluss gelandet. Da konnte ich natürlich nicht umhin, ein kurzes Päuschen einzulegen und den wunderbaren Sandstrand und die Wellen für ein paar Momente zu genießen. Der erste wirklich dankbare Augenblick, die Entspannung, die sich auf einmal breit machte – unfassbar. Sand, Wellen, Sonnenstrahlen, die auf dem Wasser funkeln… fantastisch.

Dann allerdings, ab nach Hause. Diesmal nicht quer durch den Wald, sondern dem Wasser entlang. Ist ja soooo idyllisch. Ja genau, hab ich gedacht. Ich kann euch nur so viel sagen: Windböen ohne Ende! Ich bin quasi den Rückweg nach Hause geflogen – selbstverständlich GEGEN den Wind. Fuchur nix gegen mich. Die Haare geflattert, meine Körperlage eher waagrecht als senkrecht. Meter für Meter habe ich mich durchgekämpft. Was für eine Leistung!

Das Handy mittlerweile in der Hand und ständig auf die Kilometeranzeige gestiert, habe ich es letztendlich laufend zu Kilometer 9,02 geschafft!

Sofortiger Laufstopp! Soll erfüllt, der Esel bremst sich ein. Eh klar. Total gemütlich die letzten Meter nach Haus spaziert. Noch immer die Mukke laut im Ohr, fröhlich mitpfeifend.

Erkenntnis dieses ersten Outdoorlaufs: Niemals niemals ohne Sonnenbrille! Vor allem nicht, wenn es die Windhexen grad so lustig meinen.

Zweite große Erkenntnis: Lass dich nicht von technischen Dingen wie Sprachcoaches veräppeln.

Dritte und größte Erkenntnis: ICH HAB ES GESCHAFFT, 9 KILOMETER ZU LAUFEN!!!!! Unfassbar! VCM-Staffellauf! Ich komme!

 

Bussi Bussi S

 

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