Vienna City Marathon – We Are The Champions

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Wir haben es geschafft!!! Den Vienna City Marathon 2018 bezwungen! Acht unbesiegbare Läufer! Zwei Staffeln! Krone Tierecke/Purina/Haber&Hold! Je 42km! 30 von Purina gespendete Futternäpfe pro gelaufenen Kilometer! 2500 Portionen Futter!

Nicht mal die herabbrennende Sonne konnte unseren Willensdrang bremsen. Kilometer für Kilometer – abgespult im Zeichen des Tierschutzes!

Das Dreamteam – schnurrrrstracks zum Ziel.

 

Wie es war?

Nun, wenn ihr die gute-Laune-Version lesen wollt, dann würde ich euch raten, den nächsten Absatz tunlichst zu überspringen 😉

Version A – die Unbeschönte (für die Hartgesottenen unter euch)

Also… Meine Lieblingsfrage betreffend den Lauf… WAR´S SCHÖN? Wirklich? Fragt  ihr mich Antiläuferin das ernsthaft? WAR ES SCHÖN? Ehrlich??? NEIN!!! NATÜRLICH NICHT! Ich finde laufen blöd! Immer! Und bei über 30 Grad sowieso! Also bitte! Hört auf, mir diese Frage zu stellen. Meine Antwort wird niemals lauten: Ja, es war herrlich!

Für alle, die es ganz genau wissen wollen. Meine Strecke: 9,3 km – von der Universität bis zum Praterstadion. Meine Zeit: 55 Minuten. Bitte nun nicht voreilig streng kritisieren. Wer sich jetzt denkt, warum bitte braucht diese überaus sportliche Person 55 Minuten für eine so lächerliche Strecke…

… Ich habe meine Zeit durchaus sinnvoll genutzt. Nachdem die herabstrahlende Sonne mir doch etwas von meiner Energie abgezapft hatte, habe ich es vorgezogen mich immer wieder mal dem kühlen Nass zu widmen. Besser gesagt: Ich habe mich bei jeder einzelnen Wasserlabstation völlig verplantscht und von innen wie außen mit Wasser benetzt. Vogelbad nix dagegen! Das eine führte zum anderen und so blieb es mir natürlich auch nicht erspart, mitten im Lauf eine Toilette zu suchen. Und nein! Weder der Hinweis „Es dauert nur eine Stunde, da musst du nicht!“ noch der Ratschlag „Lass einfach laufen!“ (Pfui Teufel!) waren hilfreich! Die restliche Spitzenzeit ging dann noch bei der ein oder anderen fluchenden Laufpause von dannen. Alles klar? Also persönliche Spitzenzeit in Anbetracht all der tollen Erlebnisse 😉

Was das große Laufevent City Marathon betrifft: Ja, es ist toll, beim Laufen angefeuert zu werden. Nach dem dritten Unbekannten, der meinen Namen inbrünstig geschrieen hatte, hab selbst ich realisiert, dass mein Name ja vorn auf meiner Brust in Riesenlettern zu lesen war. Gut, dass ich mein Vorhaben, zu fragen woher wir uns eigentlich kennen, nicht umgesetzt hatte. Glück gehabt! Das ist ja alles noch lieb und schön. Aber als es dann gegen mein Streckenende ging, meine Nerven vollends blank lagen und auf der Praterallee eine Truppe vollmotivierter Triathleten mit den Worten „Hoppauf Burschen! Schneller! Gemma, gemma! Vollgas!“ für „Stimmung sorgten“,  war dann wirklich Schluss mit lustig. Ab diesem Moment konnte mich nur noch der Gedanke an die hoffentlich bald erledigte Staffelübergabe retten. Na wirklich, Hoppauf?! Alles schön und gut, aber sicher nicht, wenn man schon wie eine Lokomotive dahinschnauft. Auch sehr schön… da gab es noch eine Extraschleife vor der Staffelübergabe. Soll heißen: Du siehst bereits die lang ersehnte Übergabestelle, rennst aber nochmal – weil´s gar so schön ist – ein zusätzliches Schlauferl im Kreis, um dann erst endgültig abzuklatschen und dem Nachfolger viel Glück zu wünschen. Oder in meinem Fall: Renn Diana!! Renn!

Bei der Übergabe, dann noch kurz das Gefühl sich selbst angesichts der herrlichen Mittagshitze übergeben zu müssen. (Aber nicht in die Tat umgesetzt.) Herrlich!

Und jetzt bitte nochmals meine Lieblingsfrage: Und war´s schön? HMMMMMM?

 

Version B – die Beschönte (für zartbeseitete Nerven)

Wie es war? Nun, wie soll ich es am besten ausdrücken? Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Natürlich ist es ein erhebendes Gefühl, an einem so beeindruckenden Event wie dem Vienna City Marathon teilnehmen zu dürfen. Diese Spannung vorab… Werde ich es rechtzeitig zum Start schaffen? Gott sei dank hatte ich genug Zeit eingeplant, denn sonst wäre ich schon an der Staffelübergabe gescheitert. Oder möglicherweise auch schon daheim bei der Montage des Laufchips an meinem Schuh.

Dann das Rennen… Ehrlicherweise… die neun Kilometer waren eine ziemliche Herausforderung für mich. Eher psychischer als physischer Natur. Aaaaaber, geschafft ist geschafft. Und geschafft haben wir es alle! Mit Bravour! Danke an all meine Mitläufer! Ohne euch hätte ich mich niemals zum VCM gewagt! Es war schön mit euch!

Ich möchte mich hiermit auch ganz herzlich bei meinem lieben Freund Christian bedanken, der mir während dieser großartigen Zeit des Rennens mit Rat und Tat beigestanden hat. Leider kann ich das von ihm zur Verfügung gestellte Bild- und Tonmaterial nicht veröffentlichen. Es wurde sicherheitshalber wegen groben Rohrspatz-Alarms zensuriert. Danke, Christian, für deine Nerven aus Stahl! Mein Dank bezüglich der gestählten Nerven gilt übrigens für meine gesamte Umgebung! Und sowieso Dank an alle, die mit mir mitgefiebert haben :)))

Moral von der Geschicht: VCM 2019? Ja, aber sicher nur für den guten Zweck!!!

 

Bussi Bussi S

 

PS: Hiermit möchte ich auch meinem Cousin Andi zu seiner Bestzeit von 2:50 für den kompletten Marathon-Wahnsinn im Alleingang gratulieren! Andi, du bist mein Held! Ich hingegen bin froh, dass meine Pre-VCM-Albträume jetzt vorbei sind 🙂

 

2 Gedanken zu „Vienna City Marathon – We Are The Champions

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