Frühlingsgefühle… oder so

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Die ersten sonnigen Samstage, mit Temperaturen, die einem nicht die Finger abfrieren lassen. Man ist versucht, sofort zum nächsten Baumarkt oder Möbelhaus seines Vertrauens zu fahren um diverses Grünzeug zur Behübschung des Gartens, des Balkons oder zumindest des Küchenregals zu besorgen. Ich gebe zu, selbst mir ist der Gedanke heute schon kurz mal gekommen. Allerdings nur ganz ganz kurz. Sofort habe ich ihn wieder fortgejagt. Ich mein ehrlich. Samstagmittag… lange Schlangen an den Kassen, überhitzte Gemüter zwischen Teelichterln, hysterisch nach DRINGENDST benötigten Kuscheltieren brüllende Kinder, nach Snacks gierende Erwachsene und kein Schnaps weit und breit. Na wirklich nicht! Dieser Gefahr wollte ich mich heut echt nicht aussetzen.

So weit so gut. Nachdem ich grad schon mal in der Gegend war, wollte ich meinem Vater und seiner Frau einen Spontanbesuch abstatten. Und weil eben der Tag so nett und frühlingshaft war und ich ein besonders liebes Töchterl sein wollte, kam mir ebenso spontan die Idee, doch ein paar Blümlein beim nahe gelegenen Supermarkt mitnehmen zu wollen. Ja eh. Ganz super die Idee!

Was glaubt ihr… Samstagmittag, alle Kassen voll besetzt. Ich mit meinem kleinen Tulpensträußerl in der Hand. DA, an einer der Kassen nur EIN Mann! JUHUUU!!! Der allerdings offensichtlich den kompletten Wocheneinkauf einer 6-köpfigen Familie am auspacken. Ich – mit Miezekatzi-freundlicher Stimme… „Entschuldigen Sie, darf ich vielleicht vor. Ich hab nur diese Blumen!“

NA PRACK!!!

Mehr hab ich nicht gebraucht. Der arme Mann muss offenbar schon einen recht anstrengenden Tag hinter sich gehabt haben. Immerhin ist er IN DER SEKUNDE explodiert und ein Schwall von Übellaunigkeit hat sich über mich nur so ergossen. „NA SICHER SICHER!“ „IIIICH WILL JA NICHT NACH HAUS!“ „IIIIICH HAB JA ZEIT!“ „GEHT’S NUR ALLE VOR!!!!“ Wohlgemerkt: Böse Schimpfworte hab ich keine kassiert, aber ich war schon etwas ob dieser Reaktion überrascht. Jedoch nachdem ich mich halbwegs aus der Schockstarre gelöst hatte und mit einem „Entschuldigung, dann stell ich mich wo anders an!“ die Bühne verlassen wollte, hat er mich dann doch noch mit megagrantigem „NAAAA NEIN! GEEEEHT SCHO! JETZT GEEEEHNS HALT!!! vorgelassen. Pfu!

Wie es weiter gegangen ist… Sagen wir so: Nachdem mein Zahlungsvorgang nach dieser Schimpftirade ungefähr 30 Sekunden gedauert hat, hab ich seelenruhig den Strauß aufgemacht. Ich habe eine der Tulpen herausgenommen. Und ich habe sie ihm mit den Worten „Danke fürs Vorlassen!“  in den Einkaufswagen gelegt.

Blick: unbezahlbar. Schlechtes Gewissen hoch 1000.

Publikum rundherum: Gratulanten.

Tja, Frühlingsgefühle kann man halt eben so oder so haben.

Bussi Bussi S

PS: Memo an mich: SAMSTAGMITTAG NIEMALS ZUM SHOPPING!!!

PPS: An den Herrn, der mich an der Kassa vorgelassen hat: Wir haben alle mal einen schlechten Tag! Ich hoffe, Ihrer wurde heut noch besser! Alles cool! 😉

Peace, Love, und so halt!

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